TSV Arnbach e.V.
TSV Arnbach e.V.

Chronik der Tennisabteilung

Als Mitte der 1970er-Jahre Tennis zum Breitensport geworden war, machte man sich auch beim TSV Arnbach Gedanken. Der überwiegend aus Männern bestehende Verein kam schließlich zu dem Schluss: „Mir bau’n an Tennisplatz für d’Frauen von unsere Fußballer, damit’s a wos zum Spuin ham“.

Nachdem es vom damaligen Vereinsvorsitzenden Josef Geer (nach zähen Verhandlungen mit der Gemeinde) grünes Licht gab, wurde die Tennisabteilung am 10. Juni 1977 gegründet.

Zum ersten Abteilungsleiter wurde Siegfried Zauner gewählt.

Bereits vier Wochen später stellte man den Bauantrag und nach weiteren 12 Wochen, im Oktober 1977, konnten die Plätze Nr. 97, 98 und 99 im Landkreis Dachau, wie BLSV-Vorsitzender Georg Englhard bei der Eröffnung sagte, eingeweiht werden.

Hierfür gebührt den Fußballern und den Stockschützen großer Dank, weil sie den Bau in vielen Stunden Eigenleistung bewerkstelligt haben.

Josef Geer, der bei der Eröffnungsfeier zum Ehrenmitglied der Abteilung ernannt wurde, hat mit seiner Entscheidung, nicht nur einen Tennisplatz zu bauen, sondern gleich drei, Weitsicht bewiesen, denn nur dadurch wurde die Teilnahme an den Verbandsspielen ermöglicht.

1979 trat der Verein dem Bayerischen Tennisverband bei und meldete erstmals eine Herrenmannschaft zur Punktrunde, 1982 wurde eine Damenmannschaft angemeldet.  Verschiedene Jugendmannschaften folgten in den 90er-Jahren, so dass zu Spitzenzeiten der Abteilung bis zu fünf Mannschaften pro Saison im Punktspielbetrieb standen.

Einer der eifrigsten Tennisspieler in den Anfängen war Sepp Lerchl, der als Schriftführer viele Ideen einbrachte und auch jahrelang die Finanzen der Abteilung verwaltete.

 

Volker Mugler übernahm 1978 die Leitung der Abteilung und bereits in diesem Jahr wurden die erste Vereinsmeisterschaften ausgetragen. Traudi Lachner und Sepp Lerchl waren die ersten Vereinsmeister.

In den Jahren danach hatten Renate Hitz und Johann Holzer vielfach den Meistertitel abonniert. Ab 1995 dominierte die Jugend. Mark Tins, der bereits im Alter von 16 Jahren im Jahre 1993 die Aufgabe des Sportwarts übernahm, errang wiederholt den Meistertitel im Herren-Einzel, während bei den Damen Barbara Kaltner sehr erfolgreich war.

 

Zum nächsten Abteilungsleiter wurde 1981 Werner Huber gewählt, der die finanzielle Unabhängigkeit der Tennisabteilung vom TSV erreichte. Dies bedeutete Eigenständigkeit und Entscheidungsfreiheit, so dass 1983 der Errichtung eines Tennishäuschens nichts mehr im Wege stand. 1989 wurde, wieder in Eigenleistung aller Abteilungen, ein Anbau mit Duschen, Umkleidekabine und Toiletten durchgeführt, was 1990 erstmals die Ausrichtung des Gemeindepokalturniers, das seit 1980 eine feste Einrichtung zwischen den Tennisvereinen Arnbach, Machtenstein und Schwabhausen ist, ermöglichte.

 

1985 übernahm Johann Holzer für ein Jahr die Abteilungsleitung und wurde im Oktober 1986 von Renate Hitz abgelöst. Damit stand erstmals in der Vereinsgeschichte des TSV eine Frau an der Spitze einer Abteilung. 1989 wurde sogar über ein regelrechtes „Frauenregiment“ in der Presse berichtet, denn in die neunköpfige Abteilungsleitung wurden immerhin sechs Frauen gewählt.

Der Einstieg von Renate Hitz erwies sich als Glücksfall für die Abteilung, denn unter ihrer Führung entwickelte sich nicht nur das Verhältnis der Tennisabteilung zu den anderen Abteilungen des TSV sehr positiv, sie intensivierte auch die Jugendarbeit und konnte als Trainerin bald einen sehr erfolgreichen Tennis-Nachwuchs vorweisen, der in den Mannschaftswettbewerben und auch in Einzelturnieren Erfolge verzeichnete.

Das größte Talent darunter, die Indersdorferin Barbara Kaltner, die später in Dachau in einer höheren Damen-Liga spielte, lernte das Tennisspielen ebenso bei Renate Hitz, wie auch Mark Tins, Maxi Bauer, Jenny Stolle und Leon Baade, die sie vom BTV zu Trainern ausbilden ließ.

 

Als Renate Hitz im März 1993 nicht mehr als Abteilungsleiterin kandidierte, fand sich lange kein Nachfolger. Drei Versammlungen waren notwendig, ehe sich ihr Ehemann Dieter Hitz

zur Verfügung stellte, um die Verantwortung zu übernehmen. Er übte das Amt des Abteilungsleiters acht Jahre lang aus, konnte Sponsoren gewinnen und führte die Abnahme des Tennis-Sportabzeichens ein. „Nebenbei“ fungierte er noch als Platzwart, hielt als „Mädchen für Alles“ Anlage und Gerätepark instand und betätigte sich als Trainer, bis er die Abteilungsleitung 2001 an Traudi Lachner übergab.

Ihr verdankt die Abteilung den Einbau einer modernen Küchenzeile in der Tennishütte und den guten Kontakt zur Gemeinde. Traudi Lachner wurde im Oktober 2005 zur 1. Vorsitzenden des TSV Arnbach gewählt und gab die Tennisabteilung an Robert Csoka ab, der die Geschicke der Abteilung bis Februar 2013 führte. Unter seiner Leitung wurden die Außenanlagen neu gestaltet, ein arbeits- und kostenintensives Projekt, dessen Ergebnis sich sehen lassen kann, aber eine leere Kasse hinterließ.

Leider hat das Nachlassen des Tennisbooms, wie in vielen anderen Vereinen auch, die Mitgliederzahlen drastisch zurückgehen lassen. Zählte man 1995 noch 180 Mitglieder und führte Wartelisten, verfügte die Abteilung zehn Jahre später nur noch über knapp 140 Mitglieder, die sich bis 2014 auf den absoluten Tiefstand von 70 Mitgliedern verringerte.

 

Seit Renate Hitz  2013 die Abteilungsleitung wieder übernommen hat, konnten nicht nur die Austritte kompensiert werden, sondern es kam auch langsam wieder zu einem Anstieg der Mitgliederzahlen. Dadurch, und durch erfolgte Sparmaßnahmen konnte die Abteilung auch finanziell wieder auf gesunde Füße gestellt werden.

Im Jubiläumsjahr 2017 gibt es wieder vier Trainingsgruppen mit Jugendlichen im Alter von

fünf bis 15 Jahren und es besteht die Hoffnung, dass wieder einmal eine Jugendmannschaft zur Punktrunde gemeldet werden kann.

Im Erwachsenenbereich steht die Damen-40-Mannschaft, die eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Indersdorf eingegangen ist, im Punktspielbetrieb. Die Herren 50 und 60 pflegen nach personellen Engpässen 2016 mit Schwabhausen eine Spielgemeinschaft.

 

Die Tennisabteilung hat es sich auch in Zukunft zum Ziel gesetzt, den Tennissport und die Jugendarbeit weiterhin zu fördern und in der Gemeinschaft aller Sportler zum Wohle des Vereins beizutragen.

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